Herbst - Zeit des Wandels und Selbstreflexion

Herbst – Die Zeit des Wandels und Selbstreflexion 

Die Tage werden nun merklich kürzer, die Temperaturen sinken und draußen kann es oft unwirtlich werden, die Herbststürme ziehen übers Land. Es wandelt sich, die Natur zieht sich zurück, die Bäume entledigen sich ihrer Blätter und die Lebenskräfte ziehen sich nach innen zurück. Gleiches können wir auch in uns feststellen, auch unsere Energien wandeln sich. Es ist eine Zeit des Loslassens und der Reflexion. Doch oft kann uns gerade diese Zeit ganz schön aus der Bahn werfen, wir fühlen uns hippelig, nervös oder gestresst.

Nach dem Ayurveda ist der Herbst vom VATA Dosha (Luft) geprägt. Oft fühlen wir uns daher ebenfalls wie durch den Wind gedreht, können uns schlecht konzentrieren und sind weniger belastbar. Besonders zu dieser Zeit verlieren wir oft die innere Verbindung, den Boden unter den Füßen. 

Jetzt ist es wichtig, sich mehr nach innen zu kehren, die eigenen Energiereserven zu schonen und mehr Achtsamkeit und Ruhe ins Leben zu lassen. Unserer eigenen inneren Wandlung den nötigen Raum geben. 

Schenke dir selbst ausreichend Zeit, nähre dich mit Dingen, die dir guttun und baue mehr erdende und stabilisierende Komponenten in deinen Alltag ein. Integriere kleine Micro Routinen in deinen Alltag, Rituale, die wenig Zeit in Anspruch nehmen und leicht für dich umzusetzen sind

Du kannst dir z.B. vornehmen täglich eine halbe Stunde früher schlafen zu gehen, denn ausreichend Schlaf ist zu dieser Zeit elementar, um gut im Gleichgewicht zu bleiben. 

Hier findest du 10 Routinen, wie du gut und stabil durch den Herbst kommst:

Tipp 1: 

Mache regelmäßige check-ins und frage dich, wie es dir geht, wie du dich fühlst oder was du dir für dich wünschst. Kürze deine To Do Liste und überlege dir, was du weglassen oder abgeben kannst.

Tipp 2: 

Steige auf warme Getränke um, starte bereits in der Früh mit einem Glas heißen Wasser. Integriere warmes Wasser und trinke es verteilt über den Tag. Gerne mit Ingwer.

Tipp 3: 

Integriere viel warmes Essen, z.B. Porridge am Morgen. Viel gedünstetes Gemüse, mehr Wurzelgemüse. Alles, was unter der Erde wächst, hat eine sehr erdende Komponente. 

Tipp 4: 

Gehe regelmäßig in die Natur und nehme bewusst die Farben, Gerüche und Geräusche wahr.

Tipp 5: 

Massiere am Abend, bevor du schlafen gehst deine Füße mit warmem Sesamöl. Das beruhigt deinen Körper und Geist. Hier kannst du gerne ein paar Tropfen Lavendel Öl zugeben. 

Tipp 6: 

Mehr schlafen. Da nun weniger Tageslicht zur Verfügung steht, gehe mehr mit deinem natürlichen Rhythmus. Denn beim Schlafen ist unser Gehirn keinen äußeren Reizen ausgesetzt und kann sich um die Verarbeitung des Tages kümmern. 

Tipp 7: 

Übe dich in Muße und baue diese in deinen Tag ein. Unser Gehirn braucht immer mal wieder Leerlauf, um die Fülle im Kopf wieder zu lichten. Starre Löcher in die Wand, ohne irgendetwas in diesem Moment zu müssen. Muße reduziert unser Stressempfinden, hilft uns zu verarbeiten und schafft Raum für Kreativität.  

Tipp 8: 

Erdende, langsame, stabile Yoga-Praxis. Setze mehr auf Langsamkeit, aber dennoch kraftvolle Yoga-Praxis. Baue Muskeln auf. Diese verleihen dir ebenfalls mentale Stärke. 

Tipp 9: 

Reduziere dein Handy und Netflix – Konsum. Lese wieder mehr Bücher. Führe dir mehr geistige Nahrung zu.  

Tipp 10: 

Folgende Kräuter kannst du nun mehr in deinen Speiseplan integrieren: Süßholz, Ingwer, Koriander, Kreuzkümmel. Diese stärken deine Verdauung. 


Das alles sind nur kleine Anregungen und wie immer gilt auch hier das Motto: Weniger ist mehr!

Suche dir, die für dich passenden Routinen raus und integriere diese in deinem Alltag. Nehme dir nicht zu viel vor.  Wähle diejenigen aus, die für dich am einfachsten umzusetzen sind. Probiere es aus und bleibe einfach dran. Du wirst sehen, bereits Kleinigkeiten, können eine große positive Wirkung auf deinen Alltag haben. Wichtig ist, eine Regelmäßigkeit zu entwickeln. 

Viel Spaß beim Umsetzen und hinterlasse mir gerne einen Kommentar.